Korrektur des Achsenfehlers

Durch die Schrägstellung der Glasträger ergibt sich konstruktionsbedingt bei vielen Schießbrillen ein unerwünschter Achsenfehler. Dies betrifft fast alle Modelle und fast alle Fabrikate

Bei cyl-Werten am Brillenpass müssen die Besonderheiten von Schießbrillen beachtet werden.

Bei den meisten Brillenträgern ist zur Fehlsichtigkeit eine "Hornhautverkrümmung" vorhanden. Auf dem Brillenpass ist dann ein "cyl" Wert und dessen Achsenlage angegeben. 

Die Werte der Augenprüfung beziehen sich auf den Blick in gerader Richtung. Wird dieser Wert einfach in die Schießbrille eingearbeitet, so kann die Glasachse bei schräg gestellten Glasträgern zu falschen Achsenlagen und damit zur Schärfenminderung führen. Der Schließblock, mit dem der Glasrand zugeschraubt ist, weicht dann um einige Grad von der horizontalen Achse ab. 

Bei schräg gestellten Glasträgern kann die Achse der Schießbrille einen anderen Wert annehmen. Die für Brillen maßgebliche Norm EN ISO 8980 setzt enge Toleranzen für die Genauigkeit der Achsenlage bei Zylindergläsern. 

Die Zylinderachse darf bei cyl-Werten von >0,75 dpt nur um 3° abweichen. 

Bei cyl-Werten von >1,5 dpt darf die Achse nur um 2° vom Wert der Augenglasbestimmung abweichen (EN ISO 8980). 

Es ist kein Messgerät im Handel, das eine entsprechend genaue Justierung an der fertigen Schiessbrille ermöglicht.

Wir haben durch einen speziell für Schießbrillen konstruierten Messtisch dieses Problem gelöst. Auch bei schräg stehenden Brillengläsern justieren wir die Achse aufs Grad genau. Zum Schutz vor Nachbau ist die Spezialkonstruktion nicht im Internet abgebildet. Auf das Brillenglas wird unmittelbar nach der Laservermessung ein Kunststoffblock geklebt. Dieser bleibt am Glas, bis es geschliffen, in die Schießbrille montiert, am Messtisch justiert und markiert ist. Die Achsenlage ist dadurch unübertroffen genau.

Firmeneigene Konstruktion von MÜLLER MANCHING

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