Brillen für Bogenschützen

Brillen zum Bogenschießen (Tradition, Recurve, Compoundbogen)

Compoundbogenschütze mit Scope

Bogenschützen schauen beim Zielvorgang extrem nahe der Nasenwurzel durch das Brillenglas. Bei normalen Korrektionsbrillen stört dabei der innere Glasrand und der Brillensteg. Gläser mit hohen Stärken und Gleitsichtgläser haben zudem starke Abbildungsfehler an dieser Stelle.
Bei Bogenschützen hat die optimale Erkennbarkeit der Scheibe Priorität. Zugleich müssen meist andere Visierpunke wie Pins und Wasserwaage scharf erscheinen. Bei Schützen über 40 Jahren erfordert das Ausfüllen des Schusszettels manchmal eine Nahkorrektur.
Gleitsichtbrillen sind wegen unvermeidlicher Unschärfen in der Blickrichtung zum Zielen völlig ungeeignet.

 

Bogenscheibe mit Farbsäumen

Bogenscheibe ohne Farbsäume

Bei Stärken ab ca. 3 Dioptrien entstehen beim Blick nahe der Nasenwurzel Farbsäume, die durch das Brillenglas verursacht werden. Die Stärke der Farbsäume ist auch vom Glasmaterial abhängig. Wir verwenden deshalb Glassorten mit geringer Neigung zu Farbsäumen.

Das Problem mit den Farbsäumen wurde bei unserer Dynamik-Schießbrille perfekt gelöst. Da die Farbsäume erst bei einem größeren Abstand vom Glasmittelpunkt entsehen, setzen wir ein weiteres kleines Brillenglas in einen Halter nahe des Durchblickpunktes. Durch das patentierte Wechselsystem der Dynamik-Schießbrille kann der Rand einfach ausgetauscht werden.

Der geteilte Glasrand der Dynamik-Brille

Dynamik-Brille mit Bogenglas

Der geteilte Bogenrand hat nicht nur einen eigenen optischen Mittelpunkt. Es ist auch zusätzlich zur Zielrichtung geschwenkt. Dadurch geht die optische Achse durch den Drehpunkt des Auges, was die Abbildungsqualität erhöht.

Der geteilte Glasrand der Dynamik-Brille

Der geteilte Glasrand der Dynamik-Brille

Der geteilte Bogenrand bringt noch weitere Vorteile. Das kleine Zielglas wird nur zu Zielen benutzt. Es kann also eine andere Stärke als das große Grundglas aufweisen. Beim Blick in gerader Richtung schaut der Bogenschütze durch das ganz normale Glas für die Ferne. Dies ermöglicht ein sicheres Gehen, sogar im Gelände, was  bei 3-D-Bogenschützen und jagdlichem Bogenschießen unverzichtbar ist. Selbst Brillenstärken von über 10 dpt sind dadurch kein Problem.

Das geteilte Brillenglas beim Recurve-Bogen

Compoundbogen – eine mathematische Herausforderung für jeden Optiker

Bogenschütze Axel Roth mit Dynamik-Schießbrille

Es gibt keine Disziplin, die ähnlich viel variable Einflussfaktoren aufweist, wie der Compoundbogen. Unser Rechenprogramm berücksichtigt die Stärke des Scopes, den Abstand des Scopes vom Auge, den Abstand zur Scheibe, die Stärke von Clarifier oder Verifier und das Lebensalter, bzw. die Naheinstellfähigkeit des Auges. Jeder dieser Parameter verändert die Stärke des Brillenglases. Da  für verschieden Entfernungen manchmal unterschiedliche Glasstärken notwendig sind, muss die Gläserstärke genau abgestimmt werden. Manchmal muss der Abstand des Scopes verschoben oder die Stärke geändert werden. Wenn ein geteiltes Glas verwendet wird, kann auf Clarifier und Verifier verzichtet werden. Die Optik wird im kleinen Zielglas eingerechnet. Hier sind wesentlich genauere Werte möglich, da Clarifier meist nur in ganzen Dioptrienstufen angeboten werden.

Bitte bringen Sie zur Anpassung unbedingt den Compoundbogen mit!