Brillen für Bogenschützen

Brillen zum Bogenschießen (Tradition, Recurve, Compoundbogen)

Bogenschützen schauen beim Zielvorgang extrem nahe der Nasenwurzel durch das Brillenglas. Bei normalen Korrektionsbrillen stört dabei der innere Glasrand und der Brillensteg.

Unsere neue Innovation: Dynamik X und X3 (geteilter Glasrand)

Gläser mit hohen Stärken und Gleitsichtgläser haben zudem starke Abbildungsfehler im Randbereich, welche die Sehschärfe beeinträchtigen. Abhilfe schafft die Dynamik X3 mit geteiltem Rand.
Gleitsichtbrillen sind wegen unvermeidlicher Unschärfe in dieser Blickrichtung zum Zielen vollkommen ungeeignet.

 

Bogenscheibe mit Farbsäumen

Bogenscheibe ohne Farbsäume

Durch Brillengläser ab ca. 4 Dioptrien entstehen beim Blick nahe der Nasenwurzel Farbsäume. Deren Intensität ist auch vom Material abhängig. Wir wählen deshalb Gläser mit geringst möglichem Farbsaum.

Das Problem mit den Farbsäumen wurde bei unserer Dynamik-Schießbrille perfekt gelöst. Hierfür setzen wir ein weiteres schmales Zielglas in einen Halter. Durch die Schrägstellung und den Blick durch den optischen Glasmittelpunkt wird damit nahezu kein Farbsaum erzeugt. Dadurch geht die optische Achse durch den Drehpunkt des Auges, was die Abbildungsqualität deutlich erhöht.

Durch das patentierte Wechselsystem der Dynamik-Schießbrille kann der Rand einfach ausgetauscht werden.

Der geteilte Bogenrand bringt noch weitere Vorteile. Das kleine Zielglas wird nur zu Zielen benutzt. Es kann also eine andere Stärke als das große Grundglas aufweisen. Beim Blick in gerader Richtung schaut der Bogenschütze durch das ganz normale Glas für die Ferne. Dies ermöglicht ein sicheres Gehen, sogar im Gelände, was  bei 3-D-Bogenschützen und jagdlichem Bogenschießen unverzichtbar ist. Selbst Brillenstärken von über 10 dpt sind dadurch kein Problem.

 

Es war im Gespräch, Brillen mit zwei getrennten oder geteilten Gläsern am Zielauge zu verbieten. Man vermutete, dass dies als Hilfsmittel zur Ausrichtung des Bogens dient. Wegen des kurzen Abstandes zum Auge ist die Trennungslinie jedoch gar nicht erkennbar.
Mittlerweile scheint es unwahrscheinlich, dass diese Regelung, die ab 1.10.2019 gelten sollte, tatsächlich umgesetzt wird. Dies würde eine Diskriminierung aller Brillenträger mit hohen Stärken bedeuten.
Auch Bifokalgläser mit einem sichtbaren Leseteil haben eine Trennungslinie. Die Regeländerung würde ältere Schützen ausschließen, die eine zusätzliche Nahstärke zur Einstellung der Visierung benötigen.
Etwa 5% der Menschen sind auf einem Auge praktisch blind (funktionelle Einäugigkeit, Amblyopie). Was im Alltag kaum stört wird zum Problem, wenn wegen hoher Stärke ein kleines schräg gestelltes Zielglas verwendet werden muss. Auch hier ist ein zusätzliches Glas zum Gehen erforderlich.

Compoundbogen – eine mathematische Herausforderung für jeden Optiker

Bogenschütze Axel Roth mit Dynamik-Schießbrille

Es gibt keine Disziplin, die ähnlich viel variable Einflussfaktoren aufweist, wie der Compoundbogen. Unser Rechenprogramm berücksichtigt die Stärke des Scopes, den Abstand des Scopes vom Auge, den Abstand zur Scheibe, die Stärke von Clarifier oder Verifier und das Lebensalter, bzw. die Naheinstellfähigkeit des Auges. Jeder dieser Parameter verändert die Stärke des Brillenglases. Da für verschiede Entfernungen manchmal unterschiedliche Glasstärken notwendig sind, muss die Gläserstärke genau abgestimmt werden. Manchmal muss der Abstand des Scopes verschoben oder die Stärke geändert werden. Wenn ein geteiltes Glas verwendet wird, kann auf Clarifier und Verifier verzichtet werden. Die Optik wird im kleinen Zielglas eingerechnet. Hier sind wesentlich genauere Werte möglich, da Clarifier meist nur in ganzen Dioptrienstufen angeboten werden.

Bitte bringen Sie zur Anpassung unbedingt den Compoundbogen mit!