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Adlerauge Nach der Sportordnung des DSB dürfen Schützen ab der Altersklasse ein optisches Zielhilfsmittel mit max. 1,5 facher Vergrößerung verwenden. Als Zielhilfsmittel wird meist ein Adlerauge mit 1,3 oder 1,5 facher Vergrößerung im Korntunnel angebracht. Nur wenig bekannt ist jedoch, das bei Verwendung eines Adlerauges eine völlig andere Brillenstärke benötigt wird. Erst in Verbindung mit dem richtigen Brillenglas erreicht das Adlerauge die optimale Vergrößerung und Sehschärfe. Um das optimale Glas zu ermitteln, wurde von uns ein Computerprogramm entwickelt, das den Strahlengang von der Scheibe durch das Adlerauge, das Brillenglas und das Auge des Schützen bis zur Netzhaut berechnet.
Die Berechnungen sind ähnlich der Berechnung von Fotoobjektiven oder Fernrohren und wären ohne Computereinsatz kaum möglich. Ein Adlerauge sollte verwendet werden, wenn ein Schütze keine ausreichende Sehschärfe erreicht. Ganz bestimmte Brillenglasstärken können durch ein Adlerauge ausgeglichen werden. Wenn die berechnete Brillenstärke durch ein Adlerauge korrigiert werden kann, so weisen wir den Schützen darauf hin. In diesem Fall kann statt einer Schießbrille ein Adlerauge verwendet werden. Voraussetzung ist jedoch, dass das Lebensalter und die beabsichtigten Wettbewerbe das Adlerauge zulassen. Ein Adlerauge bringt auch Nachteile: Die Tiefenschärfe wird bei allen vergrößernden Systemen geringer. Mit einem 1,3 fachen Adlerauge kann Scheibe und Korn noch gleichzeitig scharf gesehen werden. Bei einem 1,5 fachen Adlerauge ist es nur bei ganz exakt eingestellter Brillenkorrektur möglich beides scharf zu sehen. Stärkere Adleraugen sind nicht zulässig, aber auch nicht sinnvoll. Bereits bei einem 2 fachen Adlerauge ist entweder die Scheibe oder das Korn völlig unscharf. Bei Verwendung eines Adlerauges muss das Ringkorn entsprechend größer gewählt werden. Ein Adlerauge erleichtert zwar die Erkennbarkeit der Scheibe, es lässt jedoch auch die Unruhe der Hand stärker erscheinen. Schützen, die das Adlerauge gewohnt sind und verwenden dürfen, sollten dabei bleiben. Es muss jedoch bei der Ermittlung der Schießbrille berücksichtigt werden. Jungen Schützen und Schützen die an überregionalen Wettbewerben teilnehmen wollen, raten wir von der Anschaffung eines Adlerauges ab. |
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