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| Auflageschießen
- Korrekturoptik an der Waffe Für das Auflageschießen sind neben den gebräuchlichen Schießbrillen auch einige Zubehörteile am Markt, die bei bestimmten Stärken eine Schießbrille ersetzen sollen, z.B. ahg-Monoframe, Gehmann Brillenvorsatz 501, Gehmann ZLO (Zylinderlinsensystem-Optimal) usw. Die richtige Einstellung erfordert jedoch sehr spezielle Kenntnisse und Messvorrichtungen. Zunächst muss die Brillenglasstärke auf den Abstand der angebrachten Optik umgerechnet werden. Dadurch ändert sich die Stärke von Sphäre und Zylinderwert. Erläuterung zu den Brillenwerten:
Noch schwieriger ist die Bestimmung der Zylinderachse. Die Brillenwerte beziehen sich auf das Tabo-Schema. Die Null-Linie am Auge ist waagrecht. Wenn das Glas in einer Brille angebracht ist und der Schütze neigt den Kopf zu Seite, so bleibt die Achse in der richtigen Position vor dem Auge. Wird ein Zylinderwert an der Waffe angebracht, so muss er um den Betrag der Kopfneigung verdreht werden. Die Abweichung darf bei Zylinderwerten von >1,5 dpt maximal 2° betragen (ISO 8980-1).
Die Abbildung zeigt eine normale Auflagestellung. Hier ist die Abweichung etwa 20°. Wird dies nicht berücksichtigt gibt es kein scharfes Bild. Bei Linksschützen entsteht eine Neigung in die andere Richtung, was 160° TABO bedeuten würde. Wir haben ein Messgerät entwickelt um die Neigung zu messen. Die Abweichungen sind größer als erwartet, von 10° bis teilweise über 30°. Bei unterschiedlicher Höheneinstellung des Auflagebocks ergeben sich andere Neigungswinkel und dadurch zusätzliche Achsenfehler.
Bei
Auflageschützen ist es notwendig die Waffe zur Anpassung mitzubringen,
sofern das Korrekturglas an der Waffe angebracht werden soll. Wir
markieren die Gläser in waagrechter Richtung mit zwei farbigen
Punkten. Diese sind parallel zur Auflage. Das Glas ist entsprechend
der Kopfhaltung gedreht. |
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